Junge Piraten begrüßen OVG-Urteil und fordern Neuregelung der Finanzierung von politischen Jugendorganisationen

In sei­nem heu­ti­gen Urteil zur Finan­zie­rung der Jugend­or­ga­ni­sa­tio­nen der Par­teien durch das Bun­des­fa­mi­li­en­mi­nis­te­rium hat das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Berlin-Brandenburg nicht nur die Klage der Links­ju­gend abge­wie­sen, son­dern auch fest­ge­stellt, dass die bis­he­rige Pra­xis man­gels einer recht­li­chen Grund­lage rechts­wid­rig ist.

Bis­her hatte der Ring poli­ti­scher Jugend (RPJ) eine Emp­feh­lung für die Ver­tei­lung gege­ben, dem das Fami­li­en­mi­nis­te­rium in der Regel folgte. Damit legen bis­her die Ver­tre­ter der Jugend­or­ga­ni­sa­tion von CDU/CSU, SPD, Grü­nen und FDP fest, wer wie viel vom Kuchen abbe­kommt. »Diese Ver­tei­lung staat­li­cher Gel­der im Hin­ter­zim­mer ohne sach­li­che Kri­tie­rien ist nicht hin­nehm­bar. Das ganze Sys­tem der För­de­rung poli­ti­scher Jugend­ar­beit muss neu gere­gelt wer­den. Und zwar öffent­lich an einem run­den Tisch mit einer brei­ten Betei­li­gung«, for­dert Ben­ja­min Pam­pel, Schatz­meis­ter der Jun­gen Piraten.

Nach Ansicht der Jun­gen Pira­ten sollte die Ver­tei­lung der Gel­der nicht von den Jugend­or­ga­ni­sa­tio­nen selbst, son­dern anhand sach­li­cher Kri­te­rien und für kon­krete Pro­jekte erfol­gen. Pam­pel fügt hinzu: »Wir begrü­ßen das ange­strebte Eil­ver­fah­ren der Links­ju­gend zum Stopp der Ver­tei­lung die­ser Gel­der. Wir hof­fen, dass dadurch eine Kom­plett­re­form ein­ge­lei­tet wer­den kann.«

Nun ist das Bun­des­fa­mi­li­en­mi­nis­te­rium gefragt, diese not­wen­dige Neu­re­ge­lung in die Wege zu leiten.

Junge Piraten Niedersachsen sprechen sich gegen Kennzeichnung von Blogs aus

In ihrem Positionspapier „Eckpunkte für eine Novelle des Jugendmedienschutzstaatsvertrag“ spricht sich die CDU für eine Erweiterung der bisherigen Kennzeichnungen zur Jugendfreigabe von Medien aus und fordert ein zusätzliche Kennzeichnung ‚B‘ für Blogs.
Eine solche Kennzeichnung lehnen die Jungen Piraten Niedersachsen entschlossen ab: „Mit dem Versuch, Blogs als generell jugendgefährdend darzustellen, macht es sich die CDU zu einfach und beweist wieder einmal ihre Unkenntnis auf dem Gebiet der Netzpolitik“, so Katharina Wienken, Beisitzerin im Vorstand der Jungen Piraten Niedersachsen. „Da ein Blog nichts weiter als eine Art, Inhalte zu veröffentlichen darstellt, ist eine generelle Kennzeichnung dieser ähnlich sinnlos, wie es eine einheitliche Kennzeichnung von Fernsehsendern unabhängig von deren Programm wäre.“
Auch die Darstellung, dass ein Großteil aller Blogs potentiell jugendgefährendend sei, zielt völlig an der Realität vorbei. So werden Blogs von Menschen rund um die Welt verwendet, um ihre Meinung und Gedanken zu veröffentlichen, um sich zu vernetzen und um sich zu organisieren. So spielten Blogs nicht zuletzt auch während der Revolutionen im Zuge des arabischen Frühlings eine tragende Rolle.
Fest steht jedoch: Nicht nur die CDU muss sich dazu besinnen, Jugendliche aktiv einzubeziehen und mit ihnen Politik zu machen, statt weiter wie bisher für sie – insbesondere in einer für Jugendliche so wichtigen Thematik.

 

(Das Logo stammt von Henning Tillmann.)

Erster Stammtisch der Jungen Piraten aus Verden und Bremen

Am Sonn­tag, dem 26. Februar 2012, fin­det das erste Tref­fen der Jun­gen Pira­ten aus dem Land­kreis Ver­den und dem Land Freie Han­se­stadt Bre­men statt. Treff­punkt ist um 19 Uhr das Cafe Del Sol am Weser­park Bre­men. Nach­dem das Tref­fen durch eine Gruppe enga­gier­ter Jugend­li­cher aus Oyten initi­iert wurde, fan­den sich schnell wei­tere Inter­es­sierte aus dem gesam­ten Land­kreis Ver­den und dem angren­zen­den Bre­men, die sich dem Vor­ha­ben anschlos­sen. Anfang des Jah­res fand im Kreis Ver­den ein ers­ter Stamm­tisch von Mit­glie­dern der Pira­ten­par­tei statt – jetzt wol­len die Jun­gen Pira­ten nachziehen.

Inter­es­sierte sind herz­lich ein­ge­la­den, im Cafe Del Sol vorbeizuschauen.

Aufruf zu Anti-ACTA-Demonstrationen in Deutschland

Sei mit dabei, wenn am 11. Februar 2012 in über 150 Städ­ten die Men­schen ihre Stimme gegen das mul­ti­la­te­rale Han­dels­ab­kom­men ACTA erhe­ben, um zu bewei­sen, dass die demo­kra­ti­schen Grund­rechte einer freien Gesell­schaft schwe­rer als wirt­schaft­li­che Ein­zel­in­ter­es­sen wiegen.

Die fort­schrei­tende Aus­wei­tung der Inter­es­sen der Ver­wer­tungs­in­dus­trie auf dem Rücken der Nut­zer, die blinde Mono­po­li­sie­rung von Medi­ka­men­ten, durch die in Ent­wick­lungs­län­dern Men­schen­le­ben geop­fert wer­den, und die Pri­va­ti­sie­rung der Straf­ver­fol­gung sind genauso wie die Ver­ab­schie­dung eines völ­lig unde­mo­kra­ti­schen Abkom­mens voll­um­fäng­lich abzu­leh­nen und zu verurteilen.

Setze ein Zei­chen und komm am 11.02. zu Demons­tra­tio­nen in dei­ner Nähe!

Seit 2008 wird das Han­dels­ab­kom­men ACTA hin­ter ver­schlos­se­nen Türen ver­han­delt und war bis zu sei­ner Voll­en­dung nur den Regie­rungs– und Lob­by­ver­tre­tern zugäng­lich. Bis zuletzt war es der Öffent­lich­keit nur über inof­fi­zi­elle „Leaks“ mög­lich Ein­blick in den Ver­trags­text und die Pläne zu neh­men. Die Par­la­mente selbst hat­ten kei­ner­lei Mög­lich­keit Ein­fluss auf den Inhalt aus­zu­üben und kön­nen den Ver­trag nur noch unter­zeich­nen oder ablehnen.

Die betei­lig­ten Staa­ten ver­pflich­ten sich Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen als Straf­tat zu behan­deln, die in eini­gen betei­lig­ten Län­dern bis­her nur Ver­ge­hen dar­stell­ten. Selbst das Umge­hen von Kopier­schutz­maß­nah­men soll so mit Gefäng­nis­stra­fen belegt wer­den können.

Gene­rika, die auf dem Han­dels­weg in Ent­wick­lungs­län­der ein ACTA-Unterzeichnerland pas­sie­ren, wer­den durch ACTA als Pro­dukt­fäl­schun­gen ein­ge­ord­net und dür­fen dort zer­stört wer­den, was ver­hee­rende Aus­wir­kun­gen auf den glo­ba­len Medi­ka­men­ten­han­del und damit auch auf die Kon­su­men­ten in ärme­ren Tei­len der Welt haben wird. Dies kri­ti­siert auch die Orga­ni­sa­tion Ärzte ohne Gren­zen. Eben jene betrof­fe­nen Län­der wur­den bei den Ver­hand­lun­gen zu ACTA aus­ge­schlos­sen und hat­ten keine Mög­lich­keit der Partizipation.

Zu aller letzt ver­wun­dert es sehr, dass ACTA in einer am 16. Dezem­ber 2011 statt­ge­fun­de­nen nicht-öffentlichen Sit­zung im Agrar– und Fische­rei­rat der Euro­päi­schen Union unter­zeich­net wurde. Für Deutsch­land nahm die, eigent­lich für den Ver­brau­cher­schutz zustän­dige, Minis­te­rin Ilse Aigner an dem intrans­pa­ren­ten Tref­fen teil.

Glück­li­cher­weise steht die Zustim­mung durch das Euro­päi­sche Par­la­ment noch aus. Diese letzte Chance unser Recht auf demo­kra­ti­sche Betei­li­gung ein­zu­for­dern und dem demo­kra­tie– und men­schen­rechts­feind­li­chen Abkom­men ein Ende zu set­zen, müs­sen wir nutzen!

Rund um den Glo­bus for­miert sich Wider­stand, um die Rati­fi­zie­rung von ACTA zu ver­hin­dern. Sei Du ein Teil davon! Dies ist keine ein­fa­che Demons­tra­tion – dies ist der Kampf um eine Zukunft in einer fried­li­chen, freien und zivi­li­sier­ten Welt!

Schließ dich dem welt­wei­ten Pro­test an!

Landesmitgliederversammlung 2011

Hiermit laden wir euch zu unserer Landesmitgliederversammlung 2011 ein:

Datum:
Samstag, 15.10.2011

Zeit:
ab 14:00

Ort:
bei Miles Möller / Claudia Jonda
Hinter der Masch 26
38114 Braunschweig

Vorläufige Tagesordnung:

TOP 1: Begrüßung durch den Vorstand
TOP 2: Wahl Versammlungsleiter, Protokollant und Wahlleiter
TOP 3: Verabschiedung der Geschäftsordnung
TOP 4: Verabschiedung der Tagesordnung
TOP 5: Satzungsänderungsanträge
TOP 6: Geschäftsbericht des Vorstandes
TOP 7: Bericht der Kassenprüfer
TOP 8: Entlastung des Vorstandes
TOP 9: Vorstandswahlen
TOP 10: Wahlen der Kassenprüfer
TOP 11: Allgemeine Anträge
TOP 11.1: Vereinssitz / Landesgeschäftsstelle
TOP 12: Sonstiges
TOP 13: Schlusswort des Vorstandes
TOP 14: Schließung der Versammlung

Weitere Informationen, Anträge etc findet ihr auf der Wikiseite http://wiki.junge-piraten.de/wiki/NDS:Landesmitgliederversammlung_2011.Q4 – sollten noch Fragen offen bleiben, wendet euch bitte an den Vorstand.

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