Sieben Jupis nahmen am Friedensgespräch in Osnabrück teil.
Das Thema, neue Medien und Jugendgewalt wurde am 7. April in dem sehr gut besuchten Ratssitzungssaal diskutiert.
Auf der einen Seite Christian Pfeiffer, ein deutscher Kriminologe und derzeitiger Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN). Von 2000 bis 2003 war er Justizminister des Landes Niedersachsen (SPD). Auf der anderen Alexander T. Müller, Gründer eines der erfolgreichsten deutschen Spieleligen, der Turtle Entertainment GmbH(Electronic Sports League) aus Köln und Managing Director des e-Sport-Teams “SK Gaming”, einer internationalen Spielervereinigung.
Schon die Anfangsstatments sagten sehr viel über den weiteren Verlauf der Diskusion aus. Pfeiffer erklärte dem Publikum in allen Fassetten Computerspiele seien daran Schuld , dass Jungen in der Schule immer schlechter werden.
Dagegen zeigte Müller eine ganz andere Meinung über die Welt der Computerspiele auf.
Nur, übertreibt der eine? Oder unterteibt der andere?
Das versprach eine spannende Diskussion zu werden.
Pfeiffers Argumente gegen Computerspiele waren unter anderem Schulprobleme, Computersucht, falsche Freunde und die Machokultur, bis hin zum demographischen Wandel, Zitat: “Killerspiele sind schuld an dem demographischen Wandel! Wenn man den ganzen Tag vorm PC hockt kann man sich ja auch nicht fortpflanzen!”.
Auch hat Pfeiffer viel über die Spiele World of Warcraft, Counterstrike und Warcraft erzählt und den Leuten im Publikum versucht zu erklären, worum es geht. Nur leider merkt man, dass dieser Herr niemals diese Spiele angetestet hat und gibt dies sogar öffentlich zu.
Des Weiteren fällt auf, dass Pfeiffers Studien sich oft auf 13 bis 15 jährige beziehen. Leider sind die meisten von ihn kritisierten Spiele nicht für diese Altersgruppe ausgelegt. Auch nennt er immer wieder äußerst brutale Spiele, bei denen es nur um das Töten geht. Das sei doch kein  Sport, höhnt er. Stimmt! Spiele wie Mafia oder Manhunt werden in keiner Liga gespielt und sind nach wenigen Monaten vom Markt verschwunden, denn es geht beim Spielen von “Killerspielen” meist darum, eine Taktik zu entwicken und zu verfeinern. Der Sieg ist das Ziel, nicht das bloße töten von Pixeln.
Müller, der seit 10 Jahren im Berreich der Jugendarbeit tätig ist, erzählt viel von seinen Erfahrungen,  die er dort gesammelt hat, vor allem, was das Thema Jugend und Gaming angeht. Dabei zeigt er das komplette Gegenteil von dem auf, was Pfeiffer behauptet, der allerdings nur theoretisches Wissen hat.
Gechickt weicht Pfeiffer den Fragen aus oder Antwortet gar nicht auf Fragen, die seine Thesen anzweifeln. Pfeiffer lässt sich also kaum auf die Diskusion ein und brachte, wenn es sein musste, sehr unqualifizierte Gegenargumente.
Pfeiffer:  “PC spielen ist reiner Zeitverlust.“
Müller:  „Hat Ihnen aber viele Studienarbeiten finanziert.“
Es war also ein sehr spannender Abend, bei dem kein wirkliches Ergebnis rauskam.
Müller: „Wir setzten uns nicht damit auseinander, wir nennen World of Warcraft Glücksspiel und haben im Grunde keine Ahnung.“
Pfeiffer wurde jedoch des  Öfteren wegen seiner Art und Weise der Argumentation kritisiert, die  viele als polemisch und verkürzt empfinden. Pfeiffers Aussagen und Schlussfolgerungen sind umstritten, nicht zuletzt, da die den Studien zugrundeliegenden Quellen in vielen Fällen nicht veröffentlicht wurden.