Weitergehende Demokratisierung der Schulsysteme
Wir streben die weitergehende Demokratisierung des Schulsystems an.
Demokratie und Grundrechte sind nicht selbstverständlich und müssen bereits in der Schule viel mehr thematisiert werden. Deshalb muss auch die Vorherrschaft des Lehrkörpers sowie anderweitiger autoritärer Kräfte aufgebrochen werden, um die freie Entfaltung der Schüler zum positiven hin und ein selbstbestimmtes Leben besser gewährleisten zu können.
Das bedeutet, dass die bestehenden Gremien (Klassensprecher, Schülersprecher, Stadtschülerräte, Landesschülerräte) weitergehende Kompetenzen bekommen müssen, die auf einer Stufe mit der der Lehrer stehen.
Eine Aufteilung der Kompetenzen zu jeweils einem Drittel auf Schüler, Lehrer und Eltern wäre eine gute Möglichkeit dies zu realisieren.
Soziale Gleichberechtigung
Schulerfolg und Schulbesuch dürfen nicht von der sozialen Herkunft der Schüler abhängig sein. Bildung ist der einzige gute Weg, jedem Menschen die freie Entfaltung seiner selbst zu ermöglichen, weshalb hier keine Unterschiede zum Tragen kommen dürfen.
Studiengebühren und indirekte Schulkosten
Studiengebühren müssen abgeschafft, indirekte Schulkosten reduziert werden. Die Ausbildung muss komplett Staatlich finanziert werden, unabhängig des Reichtums der Eltern. Diese müssen den Staat durch ihre Steuern finanzieren, denn letztendlich kommt ein besserer Bidungsdurchschnitt dem Staat wieder zugute.
eLearning, Creative Commons und das Internet generell im Bildungsbereich
Die Möglichkeiten, die es gibt, müssen, soweit wie es sinnvoll ist, umgesetzt werden. Beispielsweise könnten Lehrer das von ihnen genutzt Material für die Nacharbeit durch die Schüler bereitstellen.
Natürlich kann der existierende Unterricht aber nicht entwertet werden. Die Qualität des Unterrichts durch eine kompetente Person kann das Selbststudium selten ersetzen.
Beispielsweise könnte aber versucht werden, Schulbücher in der Schule zur Arbeit damit an die Schüler auszugeben, für das Selbststudium oder Hausaufgaben aber auch zu Hause online zur Verfügung zu stellen. Das würde natürlich einschließen, dass Schüler, die über keinen Internetzugang verfügen, über die Schule diesen und entsprechende Druckkapazitäten gestellt bekommen. So kann neben der Medienkompetenz auch die soziale Komponente gestärkt werden.
Selbsterstelltes Material von Lehrern könnte zur freien Bearbeitung und Ergänzung zur Verfügung gestellt werden, was den Positven Nebeneffekt, der ständigen Aktualität und der besseren Effektivität hätte. Die Rolle der Verlage würde dann durch fachkundige, staatlich bezahlte Menschen ersetzt werden, die Qualität kontrollieren oder herstellen. So könnte auch die Lehrplanerarbeitung und die Lehrbucherstellung transparenter und öffentlich einsehbar werden.
Im gesamten Bildungsbereich existieren noch viele Möglichkeiten, die mit Pilotprojekten ausgelotet werden können. Die Jungen Piraten fordern, dass dieser Kurs, soweit er derzeit eingeschlagen wird, weiter verfolgt und ansonsten mutig beschritten wird.



